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Formen und Größen von Tomettes

Eine alte quadratische Tomette: Achten Sie auf die Unregelmäßigkeit der Terrakotta!Quadratische Tomettes

Quadratische Tomettes sind historisch gesehen die ersten. Schon im Mittelalter gab es zahlreiche Terrakottafliesen, teils glasiert oder mit Mustern verziert, meist klein (etwa zehn Zentimeter Kantenlänge), vermutlich weil sie sich so leichter trocknen und brennen ließen.

Mit der industriellen Revolution und der zunehmenden Verbreitung dieses Materials wurden quadratische Tomettes größer: oft um die 15 cm Kantenlänge, manchmal bis zu 20 cm.

Sechseckige oder provenzalische Tomettes

Die im Süden Frankreichs sehr verbreiteten sechseckigen Tomettes setzten sich im 18. Jahrhundert massenhaft durch, ausgehend von Ziegeleien, die oft in der Nähe hochwertiger Tonvorkommen lagen. Sie werden sogar "provenzalische Tomettes" genannt. Die Sechseckform erleichtert die Herstellung: Die Seiten sind kürzer und die Winkel weniger spitz, sodass die Fliesen beim Brennen weniger leicht beschädigt werden. Auch das Verlegen geht einfacher und schneller, selbst mit unregelmäßigen Fliesen.

Achteckige Tomettes

Die selteneren achteckigen Tomettes erfordern eine besondere Verlegeart mit Cabochons, kleinen rautenförmigen Einlegesteinen. Die optische Wirkung ist sehr reizvoll, besonders mit schwarzen Cabochons, das Verlegen ist jedoch anspruchsvoller.

Die Größen von Tomettes

Die Größe variiert je nach Region und Ziegelei. Hinzu kommt die Unregelmäßigkeit eines oft handwerklich hergestellten Materials, das sich beim Brennen verändern kann. Im Vergleich zu modernen Fliesen ist die Tomette also kein Präzisionsprodukt. Gerade dieses unregelmäßige Erscheinungsbild macht ihren Charme aus.

Viele Fliesen messen um die 15 cm, manche bis zu 20 cm.

Größere, rechteckige Terrakottafliesen werden meist als Parefeuilles bezeichnet.

Eine Tomette ist in der Regel etwa 2 cm dick.